|
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nun finden wir wieder etwas Zeit, um Euch von der
Situation der Notfallseelsorge im Rheinland zu berichten.
Die Arbeit am Düsseldorfer Flughafen zur
Unterstützung der Flughafenseelsorge läuft kontinuierlich weiter.
Langsam kommen wir mit Personalstärken von unter zehn aus.
Merkblätter
Die Merkblätter für die Opfer der Flutkatastrophe, die am Düsseldorfer
Flughafen zum Einsatz kommen, sind auf der Homepage
www.notfallseelsorge-rheinland.de
unter aktuelles als .pdf-Dateien abrufbar. Sie weisen nochmals auf die
Hotline der NOAH hin. Merkblatt allgemein. Merkblatt für den Umgang mit
Kindern. Diese Merkblätter können auch in der Region benutzt werden.
Homepage
Und wenn Ihr schon einmal die Seite der Notfallseelsorge Rheinland
aufgeschlagen habt und etwas Zeit findet, dann schaut Euch doch die
Seiten der Kollegen an, die Eingaben gemacht haben und ihre
Notfallseelsorge vorgestellt haben. Vielleicht regt es an, die eigene
Notfallseelsorge ebenfalls in dieser Weise zu repräsentieren.
Umgang mit der Presse
Erstmals haben wir in massiver Weise versucht, den enormen Ansturm des
Medieninteresses für unsere Arbeit zu lenken und zu kanalisieren. Unsere
Aufgabe war es dabei, den arbeitenden Kolleginnen und Kollegen den
Rücken frei zu halten und durch die Pressekonferenz am Düsseldorfer
Flughafen am vergangenen Donnerstag dennoch die Presseanfragen zu
bedienen.
Ihr habt weiterhin die Möglichkeit, alle
Presseanfragen an den Pressesprecher der EKiR, Herrn Iven weiter zu
leiten über die Rufnummer 0211-4562 388.
Zur Zeit versuchen wir in enger Abstimmung mit der
NOAH (Koordinierungstelle Nachsorge, Opfer und Angehörigenhilfe der
Bundesregierung) die langfristige Begleitung aufzubauen.
Dazu erbitten wir Eure Hilfe:
Zunächst müssen wir die Zahl der Betroffenen in unserer Region
feststellen. Wir benötigen keine Namen, aber Zahlen von Betroffenen in
den Regionen in den drei
Betreuungsfeldern:
1 ) belastete Rückkehrer
2) Hinterbliebene (Tote identifiziert)
3) Vermissende
Da jede Gruppe unterschiedliche Bedürfnisse
entwickeln wird, braucht es unterschiedliche Betreuungskonzepte, die
sich regional nach den Zahlen richten müssen. Wenn es Eure Zeit zulässt,
haben wir die herzliche Bitte, sie uns zur Kenntnis zu geben.
Für die langfristige Nachsorge werden wir auf
Spendenmittel angewiesen sein. Die Stiftung Notfallseelsorge wird alle
eingehenden Spenden der nächsten Zeit für diese Arbeit zur Verfügung
stellen. Falls Ihr gefragt werdet, wohin man für die Notfallseelsorge
spenden kann, hier noch einmal das Spendenkonto der Stiftung:
Stiftung Notfallseelsorge
Kto 112 112 112 0
KD-Bank Duisburg
BLZ 350 601 90.
Es zeichnet sich ab, dass unter den betroffenen
Familien etliche sind, bei denen ein oder mehrere Familienmitglieder
ausschließlich eine Sprache aus der Krisenregion sprechen.
Wenn Ihr Personen kennt, die Dialekte aus der Region
muttersprachlich beherrschen und mit uns zusammen ehrenamtliche
Betreuung durchführen könnten, wäre auch das eine große Hilfe.
Frau Schiwek wird die Adressen speichern und bei
Bedarf weitergeben.
Von vielen Gesprächspartnern, auch solchen, die der
Kirche durchaus kritisch gegenüberstehen, haben wir überaus positive
Rückmeldung über die Arbeit der Flughafenseelsorge und der sie
unterstützenden Notfallseelsorge erhalten. Eure Arbeit wird für sehr
wertvoll gehalten. Auch wir danken Euch noch einmal von Herzen für Eure
anhaltende Unterstützung und Einsatzbereitschaft.
Wir haben die herzliche Bitte, dass Ihr diese
Informationen an alle Eure Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger
weiterleitet.
Jutta Unruh und Joachim Müller-Lange
|