Materialien für die Arbeit in der
Notfallseelsorge
Hier soll einmal so etwas wie ein "Handbuch
für die Notfallseelsorge" stehen.
Bis wir soweit sind, einige Hinweise und Tipps als eine Art Vorentwurf (auch der
ist noch in Arbeit und wir freuen uns über jede Unterstützung).
Schreiben Sie uns eine E-Mail.
Weiteres Material finden Sie auch bei
Gebete.
Handreichung für Seelsorgerinnen und
Seelsorger bei Notfällen.
Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen
getröstet werden. Dieses Heft ist als Hilfe für Seelsorger/innen am
Notfallort gedacht. Es soll Unterstützung bieten für Situationen in denen wir
den Grenzbereichen des Lebens ausgesetzt sind. Es soll helfen, dass wir nicht
sprachlos sein müssen angesichts eines Unglücks, sondern den Betroffenen Trost
und geistlichen Beistand anbieten können.
Diese Zeilen möchte Ihnen Anstöße geben, dass Sie
sich schon vor möglichen Notsituationen mit diesem Thema auseinandersetzen und
so ihre eigenen Gebete entwickeln, bzw. in der Lage sind, in Notsituationen frei
zu formulieren. So werden Sie noch besser als bisher in der Lage sein, die
Situation der Leidenden auszuhalten und Trauernden Trost anzubieten.
Herbert Dachs, Diakon, Notfallseelsorger /
Fachberater Seelsorge der Feuerwehr Schwarzenbruck
Hanjo v.Wietersheim, Pfr.,
Landeskirchlicher
Beauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst
in der
Ev.-Luth. Kirche in Bayern
Inhaltsverzeichnis
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Was können
Seelsorger/innen tun, die zu einem Unfall
oder zu einem anderen Schadensereignis kommen?
1) Für Sicherheit sorgen und Erste Hilfe
leisten
Viele Verkehrsteilnehmer scheuen sich
aus unterschiedlichen Gründen, bei Unfällen zu helfen. Oft helfen sie aber mit,
wenn jemand anderes die Initiative ergreift. Trotz aller Zweifel und
Unzulänglichkeit sollten wir in jedem Fall die Hilfe beginnen und andere gezielt
zum Mithelfen auffordern.
Die wichtigsten Maßnahmen sind das Absichern der Unfallstelle und Leisten
von Erster Hilfe.
2) Notruf tätigen
Entweder selber über Telefon oder
Notrufsäule einen Notruf absetzen, oder andere beauftragen.
Notrufnummern: 110, 112, 19 222
Was ist geschehenen?
Wo ist es geschehen?
Wie viele Verletzte?
Was für Verletzungen?
Warten auf Nachfragen.
3) Wenn Rettungsorganisationen schon an der
Arbeit sind:
Mitarbeiter/innen der Rettungsorganisationen sind Fachleute auf dem Gebiet der
praktischen Hilfe und der technischen und medizinischen Rettung. Sie stehen beim
Einsatz unter höchster Anspannung.
Oft sind sie angesichts von Leiden und Tod dankbar für Unterstützung durch
Seelsorger.
Wir melden uns beim Einsatzleiter, legitimieren uns und bieten ihm gezielt
unsere Hilfe an. (Es ist wichtig, dass wir wirklich den Einsatzleiter
erreichen, denn nur er hat den ganzen Überblick.)
Wir können
- uns um Unverletzte kümmern.
- Verletzte betreuen, die auf ihren Krankentransport warten.
- für verstorbene Unfallopfer beten.
- uns um Angehörige kümmern, die am Einsatzort sind oder dorthin kommen.
- für erschöpfte Helfer sorgen.
- zusammen mit den Polizeibeamten Todesnachrichten überbringen.
Weitere Informationen gibt es bei:Arbeitsgemeinschaft Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst (AGS)
Pfarrer Hanjo v.Wietersheim,
dienstlich:
Bürgerspital
Julius-Echter-Platz 7
97346 Iphofen
Tel.: 09323-5638
Fax: 09323-8765389
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Die seelsorgerliche Betreuung geschädigter
Personen
In der Notfallseelsorge haben wir es besonders
mit solchen Menschen zu tun, die durch ein kurzfristig eingetretenes Ereignis
(z.B. Unfall) aus ihrer normalen Lebenswelt herausgerissen wurden. Sie sind
sowohl physisch als auch psychisch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Das
Ereignis selbst oder auch seine Verarbeitung nimmt sie sehr stark in Anspruch.
Es kommt darauf an, durch grundlegende, allgemein bekannte Handlungen, Riten
oder Gebete wieder ein Stück Normalität für sie herzustellen. Nicht die große
Anzahl und Individualität der Gebete und Handlungen ist wichtig, sondern die
Sicherheit, die sie aufgrund ihrer Bekanntheit vermitteln.
Es ist wichtig, dass die Geschädigten erfahren, dass sie nicht
alleingelassen werden; von Gott nicht und auch nicht von den Menschen. Auch
vermutlich Schuldige benötigen Hilfe und unseren Zuspruch.
Neben der Seelsorge darf auch eine grundlegende
körperliche Fürsorge nicht vergessen werden.
Dazu gehören z.B.: Schutz vor schlechter Witterung, ein Platz zum Hinsetzen,
Essen und Trinken, eine Decke zum Einwickeln.
Die Forschung der letzten Jahre hat uns gezeigt,
dass Menschen auch über die Bewusstlosigkeit hinaus aufnehmen können, was um sie
herum und mit ihnen geschieht. Deshalb ist es wichtig, mit Bewusstlosen und für
Tote zu beten und sie zu segnen.
Diese Ergebnisse decken sich mit der Tradition der Totenwache und mit vielen
Möglichkeiten, die uns die Kirche für diese Momente an die Hand gibt.
Grundlegende Gebete
sind: das
Vaterunser, das
Ave Maria, das Glaubensbekenntnis, Psalm 23, die
Segensgebete.
Grundlegende Handlungen
sind: das Bekreuzigen, das Segnen unter Handauflegung, das Segnen durch das
Zeichen des Kreuzes, das in die Hand Nehmen eines Kreuzes, eines Rosenkranzes
oder einer Bibel, das Festhalten der Geschädigten an Hand oder Schulter.
Grundlegende Riten
sind: das
Abendmahl, die Kommunion, die
Krankensegnung, die Krankensalbung, die
Aussegnung.
In Notfällen haben wir es oft mit Angehörigen
anderer Religionen (z.B. Moslems) zu tun. Auch diesen Menschen können wir
menschlich-seelsorgerlich helfen. Es ist hilfreich, wenn wir uns schon vorher
über die Grundlagen ihres Glaubens informiert haben.
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Die 6 Regeln der seelischen Betreuung
Als Gesprächspartner zur Verfügung stehen
Vorsichtigen Körperkontakt suchen
Sagen, dass man da ist und was geschieht
Die Geschädigten von Zuschauern abschirmen
Aufmerksam sein für die religiösen Bedürfnisse der Geschädigten
Sterbenden die Möglichkeit eines
menschenwürdigen Todes gewähren. Die Betreuung einer geschädigten Person sollte
möglichst durchgehend von derselben Person wahrgenommen werden. So können die
Geschädigten sich auf die betreuende Person einstellen und Vertrauen entwickeln,
das für die Heilung und den weiteren Verlauf des Einsatzes ein wichtiger Beitrag
sein kann. Dies gilt natürlich auch dann, wenn es darum geht, einen Menschen in
seinen letzten Stunden zu begleiten.
(Die 6 Regeln der seelischen Betreuung wurden im
Auftrag des MHD
erarbeitet.)
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Gespräche mit Geschädigten
Die Geschädigten sollen gestützt und zu eigenem
Handeln ermutigt werden. Es ist wichtig, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen
deutlich zu machen, dass ihnen geholfen wird, denn das größte psychische Problem
ist für die meisten Geschädigten das Gefühl, einsam und von allen verlassen zu
sein.
Für diese Gespräche bietet das BELLA -
Gesprächskonzept eine brauchbare Struktur:
B eziehung aufbauen.
sich vorstellen, einen ruhigen und geschützten Ort für das Gespräch suchen,
den Gesprächspartner ernst nehmen.
E rfassen der Situation.
zuhören: was bedeutet die Krise für den Anderen?
L inderung von Symptomen.
entlasten, ordnen lassen, Gefühle ausdrücken lassen, evtl. ärztl. Hilfe.
L eute einbeziehen die unterstützen.
Menschen aus der Umgebung der Gesprächspartner, Benennen von
Selbsthilfegruppen.
A nsatz zur Problembewältigung finden.
das Problem definieren, Widersprüchlichkeiten sehen, gefühlsmäßige und reale
Bedeutung erfassen, mögliche nächste Schritte ansprechen,evtl. einleiten.
(Sonneck, G.: Suizidverhütung und
Krisenintervention)
Gespräche sind auch bei der Ersten Hilfe wichtig
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Die Betreuung von Kindern
Generell sollten Kinder zusammen mit ihren Eltern
betreut werden. Für die Kinder sind dadurch vertraute Personen anwesend, die
Eltern - oft befangen oder unter Schock- fühlen sich in ihrer Sorge um die
Kinder entlastet. Personen, die selber Kinder haben, sind meistens gut in der
Lage, auch fremde Kinder zu betreuen.
Die Altersangaben sind nur Anhaltspunkte.
Kinder unter 2 Jahre
Besonders wichtig ist Körperkontakt durch auf den Arm nehmen, im Arm wiegen,
über den Kopf streicheln, die Hände halten. Sehr hilfreich ist es, wenn das Kind
einen vertrauten Gegenstand in der Hand halten kann.
Zwischen 2 und 5 Jahren
Das Kind animieren zu sprechen, das Interesse von der aktuellen Situation
auf andere Dinge lenken. Sehr hilfreich sind dabei Handpuppen oder Stofftiere,
die oft auch in Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden. Evtl. eine Geschichte
erzählen.
Zwischen 5 und 12 Jahren
Das Gespräch gewinnt an Bedeutung. Wenn dieses erschöpft ist, empfiehlt es
sich, das Kind zu beschäftigen. Man könnte es z.B. malen oder etwas aufschreiben
lassen. Wichtig ist das gemeinsame Tun.
Ab 12 Jahre
Das Kind/der Jugendliche lässt sich nicht mehr einfach ablenken. Sie
erkennen meist, wenn eine Situation verharmlost wird. Die Reaktion wäre dann ist
Misstrauen, Rückzug oder Aggression.
Der Betreuer wird Ansprechpartner für
ausgesprochene oder unausgesprochene Fragen, Ängste. Der Einsatz sollte erklärt
werden. Es ist nicht immer sinnvoll, die volle Wahrheit zu sagen, es sollte
andererseits keinesfalls gelogen werden. Besser ist es, wenn der Betreuer
zugesteht, dass er etwas nicht wisse, aber Hoffnung habe. Das Vertrauen in die
Fähigkeiten der Einsatzkräfte sollte betont werden.
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Die seelsorgerliche Unterstützung des
Einsatzpersonals
Der Einsatz in Rettungsorganisationen kann extrem
belastend sein. Im Gegensatz zu der guten fachlichen Ausbildung haben nur die
wenigsten Einsatzkräfte Erfahrungen im Umgang mit Stress, seelischen Belastungen
und persönlichen Problemen.
Die seelsorgerliche Unterstützung ist mit folgenden
Problemen belastet:
1) Nur die wenigsten Seelsorger/innen haben
Erfahrungen in diesem Bereich.
2) Einsatzkräfte sind selten kirchlich integriert.
3) Einsatzkräfte leben oft mit einer starken
Opfer-Helfer Trennung, bei der sie sich selber immer als Helfer sehen.
Ohne spezielle Ausbildung oder Erfahrung mit
Rettungsorganisationen, sollten Sie mit dem Angebot seelsorgerlicher Hilfe sehr
vorsichtig sein. Am besten unterstützen Sie die Einsatzkräfte durch ihre
unaufdringliche Präsenz (Pfarrer/innen werden generell nicht als Gaffer
empfunden) und durch die Offenheit für "normale” Gespräche, in denen dann
gelegentlich auch die Probleme der Einsatzkräfte zur Sprache kommen.
Kleine Aufmerksamkeiten wie Kaugummis oder
nichtalkoholische Getränke werden in der Regel gerne angenommen und können
Gesprächsöffner sein.
Langfristig sollten Sie überlegen, wie Sie eine
feste Beziehung zu den Einsatzkräften in Ihrem Bereich aufbauen können. (z.B.
indem Sie Mitglied einer Rettungsorganisation werden und regelmäßig an den
Veranstaltungen teilnehmen.) Erfahrungsgemäß wird dadurch Ihre Glaubwürdigkeit
als Gesprächspartner/in deutlich erhöht.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Einsatz
besonders belastend für die Einsatzkräfte war oder wenn sie bei einzelnen
Einsatzkräften tiefgehende Probleme vermuten, dann sollten Sie die Unterstützung
oder zumindest den Rat von Fachleuten anfordern:
Bitte wenden Sie sich dann an einen
Regionalbeauftragten für Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst, an den
Fachberater einer Rettungsorganisation, an einen der landesweit Beauftragten
oder an das SbE-Team Süddeutschland
(SBE = Stressbewältigung für Einsatzkräfte) Tel.:
01 71 / 81 58 110.
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Das Überbringen einer Todesnachricht
Todesnachrichten werden grundsätzlich von der
Polizei überbracht. Es ist aber gut, wenn ein/e Seelsorger/in (möglichst der/die
Gemeindepfarrer/in) mit dabei ist, um die Hinterbliebenen zu betreuen, denn die
Polizeibeamten müssen meistens sehr schnell wieder einsatzbereit sein.
Es ist nicht sinnvoll, wenn eine Person mehrere
Todesnachrichten direkt nacheinander überbringt. Hier sollten die
Gemeindeseelsorger/innen oder Notfallseelsorger/innen eingeschaltet werden.
Vorbereitung:
Was ist geschehen?
Wer ist gestorben? Andere Verstorbene?
Wo ist der/die Verstorbene jetzt?
Wo sind seine/ihre Habseligkeiten?
Welche Polizeidienststelle ist zuständig?
Besonderheiten des Todesfalls (Schuldfrage, Probleme..) ?
Wer soll benachrichtigt werden?
Besonderheiten (Verwandtschaftsverhältnis,
Krankheiten, Jahreszeit, ...)
Genaue Adresse (Anfahrt, Treffpunkt mit der Polizei, ...)
Mögliche andere Hilfskräfte (Notarzt, Angehörige, örtlicher Pfarrer, ...)
Was geschieht jetzt mit dem Verstorbenen?
Persönliche Vorbereitung
(Gebet, Kleidung, ...)
Gespräch mit den Angehörigen:
Sich selber vorstellen
die Gesprächspartner sicher identifizieren
hinsetzen
Überbringen der Todesnachricht
auf alles vorbereitet sein
je nach Situation betreuen
BELLA-Konzept
praktische Hilfen je nach Situation anbieten
(Transport zum Verstorbenen, Telefonanrufe, Sozialstation, ...)
Nachbereitung:
Gespräch mit den anderen beteiligten Einsatzkräften
(Wie geht es uns? Haben wir noch etwas vergessen? Sollte noch jemand
benachrichtigt werden?)
Für eigene Verarbeitung sorgen (Gebet, Seelsorge, Gespräch mit vertrauter
Person, ...)
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Gespräche mit Menschen, die damit drohen, sich
selber zu töten.
Für eigene Sicherheit sorgen
vorsichtige Anfahrt
ständiger Kontakt mit Feuerwehr und Polizei
sich selbst aufräumen (Gefühle einordnen, eigene Sammlung, Gebet).
Kontakt aufnehmen
möglichst direkt sprechen (technische Hilfsmittel
stören)
Sich vorstellen (Als Vertreter der Kirche haben wir oft einen
Vertrauensvorschuss.)
Unverbindlichen Kontakt anbieten (Zigarette, Kaugummi, Bonbon, ...)
Die richtige Nähe suchen (Ggf. Einverständnis erfragen, sich zu nähern)
Gemeinsame Gesprächsebene suchen (Hobbys, ...)
Evtl. andere Gesprächspartner anbieten
Gespräch
BELLA - Struktur anwenden.
Verantwortung beim Gesprächspartner lassen. (Er ist verantwortlich für sein
Leben.)
Wenn möglich: Keine Tricks!
Vorsicht: Alkohol und Drogen machen Menschen unberechenbar
Eigene Grenzen sehen - evtl. ablösen lassen
Kontakt mit anderen Einsatzkräften halten
Rettung
zunehmende Erschöpfung des Gesprächspartners
einkalkulieren
technische Rettung vorbereiten lassen
Beim Bewahren der Würde helfen (Evtl. Jacke leihen, ...)
Weiter begleiten.
Oft ist ein richtiges Gespräch erst auf der
Polizeiwache bzw. im Krankenhaus möglich.
Evtl. andere helfende Institutionen einbinden.
Evtl. Angehörige betreuen oder durch andere Seelsorger betreuen lassen.
Grundsätzlich ist unsere eigene Einstellung zum Suizid zu klären: "Kann ich
einen Menschen mit Suizidabsichten so annehmen, wie er ist und ihn dort abholen,
wo er steht?"
Weiter ist es auch notwendig, sich mit der Möglichkeit eines Scheiterns
auseinander zusetzen: "Was tue ich, wenn er trotzdem springt?" Wir brauchen
eigene Unterstützungssysteme.
Diese beiden Fragen sollten schon im Vorfeld geklärt werden.
Ermutigend ist die Erfahrung, dass die meisten Menschen ihre angedrohte
Suizidabsicht nicht ausführen, sondern sich helfen lassen wollen.
Zu diesem Thema sollten Sie auch die Thesen
von
Gottfried Peschke zur Prophylaxe von Selbsttötung lesen.
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Das Heilige Abendmahl / die Kommunion
Im Notfall (r.-k. Ritus)
(Wegzehrung) wird dem Sterbenden die geweihte Hostie gereicht mit den Worten: "Der
Leib Christi. - Christus bewahre dich und führe dich zum ewigen Leben."
Jeder sollte - in der Tradition seiner eigenen Kirche die notwendigen
Gerätschaften und Texte bei sich haben, um Verletzten oder Sterbenden das
Abendmahl reichen zu können.
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Beichte
Im Notfall (r.-k. Ritus)
genügt es, wenn der Priester spricht:
"Ich spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes."
Jeder sollte - in der Tradition seiner eigenen Kirche die notwendigen Texte
auswendig können, um Menschen in Krisensituationen durch die Beichte und die
Absolution helfen zu können.
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Krankensalbung
Im Notfall (r.-k. Ritus)
genügt es, Stirn und Hände mit den folgenden Worten zu salben:
"Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er
stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden
befreit, rette dich. In seiner Gnade richte Er dich auf. Amen"
Die Krankensalbung - oft verkannt als "letzte
Ölung" - wird auch von den evangelischen Kirchen neu entdeckt. Es stehen auch
schon einige evangelische Formulare für die Krankensalbung zur Verfügung (s.
Gesangbuch der Ev.-Luth. Kirche in Bayern) Jeder sollte - in der Tradition
seiner eigenen Kirche die notwendigen Gerätschaften und Texte bei sich haben, um
Verletzten oder Sterbenden durch die Krankensalbung helfen zu können. Aber auch
Segnungen mit Auflegung der Hand oder mit dem Zeichen des Kreuzes auf die Stirn
können Menschen sehr helfen.
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Aussegnung
Ein Tag der sagt´s dem andern
mein Leben sei ein Wandern,
zur großen Ewigkeit.
Oh Ewigkeit du Schöne,
mein Herz an dich gewöhne
mein Heim ist nicht in dieser Zeit.
Oh Herr, du hast (unsere Schwester / unseren Bruder) NN abgerufen aus unserer
Welt. Lass uns gewiss sein, dass dort wo sie / er jetzt ist, kein Leid, kein
Schmerz und keine Not mehr ist.
Lass uns gewiss sein, dass wir uns alle an deinem großen Tag wiedersehen. Sei du
jetzt besonders bei den Trauernden. Sei du ihnen nahe durch deine Gegenwart und
durch die Menschen die du ihnen an die Seite stellst.
Amen
Valetsegen
(unter Auflegung der Hand oder mit dreimaligem Zeichen des Kreuzes.)
Es segne dich Gott, der Vater der dich nach seinem Bilde geschaffen hat.
Es segne dich Gott, der Sohn der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat.
Es segne dich Gott, der Heilige Geist der dich zum Leben gerufen und geheiligt
hat.
Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist geleite dich durch das Dunkel
des Todes. Er sei dir gnädig im Gericht und gebe dir Frieden und ewiges Leben.
Amen
Vater unser im Himmel...
Es segne und behüte uns Gott der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und
Heiliger Geist.
Amen
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Taufe in Notfällen
Im Notfall kann jeder Getaufte ein ungetauftes
Kind, das sich in Lebensgefahr befindet, oder einen Erwachsenen, der darum
bittet, taufen. Der Kopf des Täuflings wird dreimal mit Wasser begossen mit den
Worten:
"Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Die Taufe sollte sobald als möglich dem zuständigen Gemeindepfarrer
mitgeteilt werden, damit sie im Kirchenbuch eingetragen werden und eine
Taufurkunde ausgestellt werden kann.
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Verschiedene Gebete
Das
Vaterunser
Das Ave Maria /
Der Rosenkranz
Das apostolische
Glaubensbekenntnis:
evangelisch -
katholisch
Psalm 23
Der gute Hirte
Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir
wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens
willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du
bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde
bleiben im Hause des HERRN immerdar.
Psalm 121 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe der Hüter Israels
schläft und schlummert nicht.
Der Herr behütet dich;
Der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch
jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen
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Segensgebete Es segne und behüte dich der allmächtige und
barmherzige Gott: + Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr
lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig; der Herr erhebe sein
Angesicht über dich und schenke dir + Frieden.
Der Friede Gottes, der höher ist als alle
Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.
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Gebet im Einsatz
Lieber Gott,
sei du jetzt bei mir,
schütze mich vor Unfällen,
schenke mir sichere Hände
und einen klaren Kopf.
Amen zurück
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Gebet für alle, die nicht im Einsatz sind
Herr, unser Gott,
du liebst alle Menschen.
du willst nicht,
dass uns Schlimmes passiert.
Sei jetzt bei denen, die in Gefahr sind
und stärke alle, die ihnen helfen wollen.
Amen Diese beiden Gebete eignen sich gut zum Weitergeben
an Einsatzkräfte. Sie können leicht auf kleine Kärtchen gedruckt und dann
verschenkt werden.
Besonders wichtig ist das Gebet der Gemeinde, wenn
wir erfahren, dass etwas Schlimmes passiert ist. Es kann sinnvoll sein,
Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste für ein Gebet zu unterbrechen, wenn
wir durch Sirene oder Martinshorn erfahren, dass ein Einsatz im Gang ist.
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Gebet mit Einsatzkräften Herr Gott, barmherziger Vater.
Wir stehen vor dem Unfassbaren
und wissen nicht, warum das passieren musste.
Die Bilder des Einsatzes werden sich in unser
Gedächtnis eingraben.
Es fällt uns schwer, Ruhe zu finden,
am liebsten würden wir sie vergessen, doch das können wir nicht.
Herr Gott, barmherziger Vater,
schenke unseren Herzen deinen Frieden,
hilf uns, diesen Einsatz zu verarbeiten,
und stärke uns, dass wir unseren Dienst weiter versehen können zum Wohl unserer
Mitmenschen.
Amen
Vater unser ...
Psalm 25:
Herr, zeige mir deine Wege
und lehre mich deine Steige!
Leite du mich in deiner Wahrheit
und lehre mich.
Denn du bist der Gott, der mir hilft;
täglich harre ich auf dich.
Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte,
die von Ewigkeit her gewesen sind.
Amen
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Mit Einsamen
Nach dir, Herr verlanget mich.
Mein Gott ich hoffe auf dich;
lass mich nicht zuschanden werden.
Wende dich zu mir und sei mir gnädig.
Denn ich bin einsam und elend.
Die Angst meines Herzens ist groß;
führe mich aus meinen Nöten!
Sieh an meinen Jammer und mein Elend
und vergib mir alle meine Sünden!
Bewahre meine Seele und errette mich;
lass mich nicht zuschanden werden,
denn ich traue auf dich!
(Psalm 25, 1.2a.16-18.20)
Herr du bist mein guter Hirte. Du kennst mich und
ich möchte dir folgen, aber es ist in dieser Welt so unendlich schwer.
Ich möchte mich dir anvertrauen.
Es begegnen mir viele Menschen, und dennoch fühle ich mich einsam. Wir gehen
aneinander vorbei und haben uns nichts zu sagen.
Bitte befreie mich aus dieser Einsamkeit. Lass mich jemanden finden dem ich
vertrauen kann. Zeige mir Menschen die meine Hilfe und auch mich brauchen.
Und lass in mir die Gewissheit wachsen, dass auch ich gebraucht und geliebt
werde.
Amen
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Nach einem Suizid
Herr Jesus Christus, fassungslos und voller
Trauer kommen wir zu dir.
Ein Mensch hat sein Leben weggeworfen und wir sind zu spät gekommen.
Wir wissen nicht warum es geschah, weshalb gerade jetzt niemand da war der
diesen Tod verhindern konnte.
Nun können wir nichts mehr für den Verstorbenen tun.
Angesichts dieses Todes bitten wir dich, Herr, um Trost für die Hinterbliebenen.
Du Herr kennst uns, und unsere Herzen. Hilf uns, an die eine Hoffnung zu glauben
die über den Tod hinausgeht. Wir befehlen den Verstorbenen deiner Güte und Liebe
an.
Uns aber Herr, mache aufmerksam für die Nöte unserer Mitmenschen, damit wir ihre
Hilferufe wahrnehmen und ihnen zum Leben mit dir und deinem Wort helfen. Amen
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Nach einem Mord
Herr Jesus Christus, wir sind erschüttert über
diese Tat.
Und wir fragen uns: Warum muss solche Gewalt sein?
Wir können zwar manchmal die Ursachen dafür erkennen, aber wir verstehen
trotzdem nicht wie ein Mensch seinem Nächsten so etwas antun kann.
Herr wir bitten dich, dass wir uns nicht in Entsetzen und Abscheu über dieses
Verbrechen verlieren.
Schenke uns den klaren Blick für das was jetzt nötig ist:
Lass uns den Angehörigen das richtige Wort sagen und die richtige Hilfe
anbieten.
Zugleich bitten wir dich aber auch um deinen Heiligen Geist um der Gewalt mit
all der Kraft die wir haben entgegenzutreten, und den Frieden zu leben, den du
uns vorgelebt hast .
Lass uns den Hass überwinden der Menschen zu solchen Taten fähig macht und gib
uns die Kraft deiner Liebe. Amen
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Mit eingeklemmten Verletzten
Herr Gott, ich liege hier und habe Angst.
Der Unfall ist so plötzlich geschehen, ich weiß nicht was um mich herum
geschieht und was mit mir sein wird.
Ich habe keinen Einfluss mehr auf mein eigenes Leben.
Hab Dank für die Menschen, die sich jetzt um mich und um die anderen Betroffenen
kümmern. Schenke ihnen klare Gedanken und sichere Hände.
Ich hoffe auf dich, Herr, du kannst alles zum Guten wenden. Behüte mich und
alle, die mir nahe stehen. Hilf mir in dieser Stunde der Not.
Amen
Lieber Vater im Himmel,
ich fühle dass ich in großer Gefahr bin.
Ich liege hier drinnen und kann mich nicht bewegen. Ich weiß nicht wie es
weitergeht.
Führe den Menschen die mich retten, die Hände, damit sie mich hier wohlbehalten
herausholen.
Sei du jetzt in der Not bei mir.
Halte mich in deiner Hand und sei mir gnädig.
Schenke mir deine Liebe und Hoffnung.
Amen
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Mit Leicht- oder Unverletzten
Herr Gott, Dieser Unfall kam so plötzlich.
Ich verstehe nicht, warum es geschehen musste. Ich zittere am ganzen Körper.
Du hast mich vor Schlimmerem bewahrt. Ich danke dir dafür von ganzem Herzen.
Herr Gott, sei auch bei den anderen Beteiligten dieses Notfalls. Wenn sie
verletzt sind, stehe ihnen bei und schenke ihnen eine schnelle Genesung.
Lass bei ihnen keine schlimmen Folgen
zurückbleiben und ihr Leben bald wieder in Ordnung kommen.
Behüte die Verstorbenen und nimm sie auf in Dein ewiges Reich.
Amen
Lieber Vater im Himmel. Ich war heute in großer
Gefahr.
Und ich hatte Angst. Du bist bei mir gewesen und hast mich beschützt. Deine Hand
war über mir und hat mich behütet und bewahrt.
Ich danke dir, dass du mir zum Halt geworden bist, zum Boden der mich sicher
trägt.
Stärke mich in der Gewissheit deiner Nähe.
Amen
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Mit Kindern
Lieber Gott, es tut mir weh und ich habe Angst.
Bitte mach, dass es nichts Schlimmes ist und ich bald wieder gesund werde.
Amen
Lieber Gott,
ich habe ....... so lieb.
Wenn er/sie jetzt ins Krankenhaus muss,
lass ........schnell wieder gesund werden,
damit wir wieder spielen und lachen können.
Lieber Gott,
.... weint und ich bin auch ganz traurig,
weil ........ (hier können Inhalte aus einem vorhergehenden Gespräch eingebaut
werden).
Bleibe bei uns, nimmt uns unsere Angst und gib uns Mut.
Lieber Gott, ich danke Dir
dass du bei mir bist,
dass du alle Menschen liebst
und mich nicht vergisst.
Bewahre uns Gott, behüte uns Gott,
sei mir uns auf unsern Wegen.
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Mit Eltern
Herr Gott im Himmel,
wir haben gerade erfahren, dass unser Kind einen Unfall gehabt hat, und jetzt im
Krankenhaus ist.
Wir fühlen uns hilflos und voller Angst.
Herr, wir bitten dich, behüte unser Kind, damit es keine bleibenden Schäden
davonträgt.
Sei bei den Ärzten und dem Pflegepersonal im Krankenhaus, schenke ihnen einen
klaren Kopf und sichere Hände.
Amen
Herr Jesus Christus,
bei dem Unfall ist unser Kind verletzt worden. Wir sind voller Sorge und Angst.
Herr, was wird sein? Wir können noch keinen
klaren Gedanken fassen.
Bitte, Herr, lass es bei unserem Kind nichts Ernstes sein.
Lass es bald wieder gesund werden.
Sei du mit unserem Kind und behüte es.
Herr du bist unsere Hoffnung in unserer Verzweiflung. Erhöre uns in unserer Not!
Amen
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Mit Angehörigen
Herr Jesus Christus, wir stehen sprachlos vor dir
angesichts des Unheils.
Wir können es nicht fassen und fragen immer wieder: warum?
Wir wissen nicht wie es weitergeht.
Deshalb kommen wir zu dir mit unseren Befürchtungen und Sorgen.
Herr Jesus Christus du bist unsere Hoffnung.
Wir bitten dich für ....
Sei du bei ihr/ihm, und halte deine Hand über sie/ihn.
Sei auch bei den Menschen die sich um sie/ihn bemühen und hilf, dass ihr Tun
erfolgreich ist.
Amen
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Mit Sterbenden
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Ich
bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere
Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist,
unserm Herrn.
(Römer 8, 35a. 38-39)
Herr Jesus Christus, wir kommen voll Vertrauen in
dieser Stunde zu dir. Du hast dem Tod die Schrecken genommen; du hast uns eine
neue Hoffnung gegeben.
Gib uns die Gewissheit, dass uns nichts von deiner Liebe und deiner Gnade
trennen kann.
Sende uns deinen Trost, damit wir dem Tod nicht schutzlos ausgeliefert sind,
sondern im Leben wie im Sterben in deiner Hand bleiben.
Lass uns die Kraft deiner Auferstehung spüren
und auch im Sterben deine Gegenwart fühlen.
Herr, wir befehlen uns in deine Hände.
Amen
Segen ( mit Handauflegung )
Der Gott aller Gnade, der dich berufen hat zu
seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus
stärke, kräftige und gründe dich.
Er vergebe dir deine Schuld und führe dich
zum ewigen Leben.
Der Friede des Herrn sei mit dir.
Amen
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Erste Hilfe
1) Für Sicherheit sorgen, Notruf absetzen
Notrufnummern: 110, 112, 19 222
was ist geschehen?
wo ist es geschehen?
wie viele Verletzte?
was für Verletzungen?
warten auf Nachfragen.
2) Bewusstsein prüfen
Patienten ansprechen, anfassen.
ohne Bewusstsein: stabile Seitenlage
3) Atmung prüfen
an Mund und Nase hören,
am Bauch fühlen
ohne Atmung: Mund zu Nase beatmen
4) Kreislauf prüfen
Puls am Handgelenk oder seitlich am Hals fühlen
ohne Puls: Herz-Druck-Massage
5) Blutungen
strömende oder spritzende Blutungen zudrücken und
hochhalten
6) Schock (Blässe, Zittern, frieren)
hinlegen, zudecken, Beine hochlagern
Verletzte, andere Betroffene und Angehörige betreuen, nicht alleine lassen.
Posten aufstellen, um Rettungskräften den Weg freizuhalten und zu zeigen.
Besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs!
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Hilfreiche Adressen
(die Sie sich weitgehend selber für Ihre Region heraussuchen müssen)
Notrufnummern 110, 112, 19 222
Polizeiinspektion
Vergiftungszentrale
Notfallseelsorge-System oder Kriseninterventionsteam
(hier finden Sie die derzeit bekannten Systeme)
Hospiz-Team
Beerdigungsinstitut
Sozialstation
Frauenhaus
Krankenhausseelsorge
Telefonseelsorge
SbE-Team
Süddeutschland:
01 71 / 81 58 110
Der Beauftragte für Notfallseelsorge in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern:
Pfarrer Hanjo v.Wietersheim,
dienstlich:
Bürgerspital Julius-Echter-Platz 7, 97346 Iphofen, Tel.: 09323-5638, Fax:
09323-8765389, E-Mail:
mail@notfallseelsorge.de
Links zu anderen
hilfreichen oder interessanten Internet-Adressen
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SbE-Team Süddeutschland
SBE (Stressbewältigung für Einsatzkräfte) ist eine
erprobte Methode, um Einsatzkräften (auch beteiligten Seelsorgern) nach
besonders belastenden Einsätzen in einem Gruppengespräch zu helfen, die
psychischen Belastungen schneller wieder abzubauen.
Das SbE-Team Süddeutschland besteht aus erfahrenen
Einsatzkräften und Seelsorgern, die alle die gleiche Zusatzausbildung erhalten
haben und an regelmäßigen Fortbildungen teilnehmen. Es unterstützt die
Einsatzkräfte in drei Bereichen:
- Stressbearbeitende Einsatznachbereitungen (SBE-Gespräche)
- Unterstützung während langandauernder Einsätze
- Vermittlung von Referenten für Stressmanagement
Der Einsatz des SbE-Team ist für die alarmierende
Organisation kostenlos.
Das SbE-Team ist ständig alarmierbar:
01 71 / 81 58 110
Koordinatoren für allgemeine Anfragen:
A.Müller-Cyran und H.v.Wietersheim (s. hilfreiche Adressen)
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Notfallseelsorge in Bayern
Seit 1990 existieren in Bayern
Notfallseelsorge-Systeme. Sie entstanden aus der Erfahrung, dass bei etlichen
Rettungseinsätzen Seelsorger benötigt werden, aber nur selten alarmiert wurden.
Probleme machten die schlechte Erreichbarkeit und die Erfahrung, dass einige
Seelsorger/innen nicht zu Einsätzen kommen wollten.
Die Notfallseelsorge-Systeme stellen sicher, dass
Seelsorger/innen sofort (meistens über "Piepser”) erreicht werden können und
dann selber kommen oder die örtlichen Pfarrer/innen alarmieren.
In den meisten Systemen gibt es zwei
Alarmierungswege:
- Seelsorger vom Dienst für innerhäusliche Einsätze
(wird wochenweise wechselnd von den Gemeindeseelsorger/innen gestellt)
- Beauftragte für Notfallseelsorge für außerhäusliche Einsätze
(Seelsorger/innen mit zusätzlichen Ausbildungen, die ständig persönlich
erreichbar sind.)
Derzeit (12/95) sind in über 20 Landkreisen
Notfallseelsorge-Systeme in Betrieb. In 2 Bereichen (München und Kempten)
übernehmen nichtkirchliche Systeme die Notfallbetreuung.
An der Gestaltung der Handreichung haben
mitgewirkt:
Diakon Herbert H. Dachs
Diakon Frank Larsen
Pfarrer Hanjo v.Wietersheim
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Zuletzt überarbeitet von
Hanjo v.Wietersheim am 03.12.2002. |