Home
Inhaltsverzeichnis
Liste der Systeme
Termine
Infos
Änderungen
Materialien
Links
Besondere Einsätze
Feuerwehrseelsorge
Impressum
English information
 

Materialien für die Arbeit in der Notfallseelsorge

Hier soll einmal so etwas wie ein "Handbuch für die Notfallseelsorge" stehen.
Bis wir soweit sind, einige Hinweise und Tipps als eine Art Vorentwurf (auch der ist noch in Arbeit und wir freuen uns über jede Unterstützung).
Schreiben Sie uns eine E-Mail.
Weiteres Material finden Sie auch bei Gebete.

 

Handreichung für Seelsorgerinnen und Seelsorger bei Notfällen.

Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.

Dieses Heft ist als Hilfe für Seelsorger/innen am Notfallort gedacht. Es soll Unterstützung bieten für Situationen in denen wir den Grenzbereichen des Lebens ausgesetzt sind. Es soll helfen, dass wir nicht sprachlos sein müssen angesichts eines Unglücks, sondern den Betroffenen Trost und geistlichen Beistand anbieten können.

Diese Zeilen möchte Ihnen Anstöße geben, dass Sie sich schon vor möglichen Notsituationen mit diesem Thema auseinandersetzen und so ihre eigenen Gebete entwickeln, bzw. in der Lage sind, in Notsituationen frei zu formulieren. So werden Sie noch besser als bisher in der Lage sein, die Situation der Leidenden auszuhalten und Trauernden Trost anzubieten.

Herbert Dachs, Diakon, Notfallseelsorger / Fachberater Seelsorge der Feuerwehr Schwarzenbruck
Hanjo v.Wietersheim, Pfr.,
Landeskirchlicher Beauftragter für Notfallseelsorge und Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern

 

Inhaltsverzeichnis

Was können Seelsorger/innen tun? 
die Betreuung geschädigter Personen 
die 6 Regeln der seelischen Betreuung 
Gespräche mit Geschädigten 
die Betreuung von Kindern 
die Unterstützung der Einsatzkräfte 
das Überbringen einer Todesnachricht 
Gespräche bei der Androhung eines Suizids 
das Hl. Abendmahl / die Kommunion 
die Beichte 
die Krankensalbung 
die Aussegnung 
Taufe in Notfällen 
verschiedene Gebete 
Das Vaterunser 
Das Ave Maria 
das Glaubensbekenntnis evangelisch - katholisch
Psalmgebete 
Segensgebete 
mit Einsatzkräften u. für Einsatzkräfte 
mit Einsamen 
nach einem Suizid 
nach einem Mord 
mit eingeklemmten Verletzten 
mit Leicht- oder Unverletzten 
mit Kindern 
mit Eltern 
mit Angehörigen 
mit Sterbenden 
Erste Hilfe 
Hilfreiche Adressen 
das SbE-Team Süddeutschland
Notfallseelsorge in Bayern - Homepage
 

zurück  zum Anfang

Was können Seelsorger/innen tun, die zu einem Unfall
oder zu einem anderen Schadensereignis kommen?

1) Für Sicherheit sorgen und Erste Hilfe leisten

Viele Verkehrsteilnehmer scheuen sich aus unterschiedlichen Gründen, bei Unfällen zu helfen. Oft helfen sie aber mit, wenn jemand anderes die Initiative ergreift. Trotz aller Zweifel und Unzulänglichkeit sollten wir in jedem Fall die Hilfe beginnen und andere gezielt zum Mithelfen auffordern.
Die wichtigsten Maßnahmen sind das Absichern der Unfallstelle und Leisten von Erster Hilfe.

2) Notruf tätigen

Entweder selber über Telefon oder Notrufsäule einen Notruf absetzen, oder andere beauftragen.
Notrufnummern: 110, 112, 19 222
Was ist geschehenen?
Wo ist es geschehen?
Wie viele Verletzte?
Was für Verletzungen?
Warten auf Nachfragen.

 

3) Wenn Rettungsorganisationen schon an der Arbeit sind:

Mitarbeiter/innen der Rettungsorganisationen sind Fachleute auf dem Gebiet der praktischen Hilfe und der technischen und medizinischen Rettung. Sie stehen beim Einsatz unter höchster Anspannung.
Oft sind sie angesichts von Leiden und Tod dankbar für Unterstützung durch Seelsorger.
Wir melden uns beim Einsatzleiter, legitimieren uns und bieten ihm gezielt unsere Hilfe an. (Es ist wichtig, dass wir wirklich den Einsatzleiter erreichen, denn nur er hat den ganzen Überblick.)
Wir können
- uns um Unverletzte kümmern.
- Verletzte betreuen, die auf ihren Krankentransport warten.
- für verstorbene Unfallopfer beten.
- uns um Angehörige kümmern, die am Einsatzort sind oder dorthin kommen.
- für erschöpfte Helfer sorgen.
- zusammen mit den Polizeibeamten Todesnachrichten überbringen.

Weitere Informationen gibt es bei:

Arbeitsgemeinschaft Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst (AGS)
Pfarrer Hanjo v.Wietersheim,

dienstlich:
Bürgerspital
Julius-Echter-Platz 7
97346 Iphofen
Tel.: 09323-5638
Fax: 09323-8765389

zurück  zum Anfang

 

Die seelsorgerliche Betreuung geschädigter Personen

In der Notfallseelsorge haben wir es besonders mit solchen Menschen zu tun, die durch ein kurzfristig eingetretenes Ereignis (z.B. Unfall) aus ihrer normalen Lebenswelt herausgerissen wurden. Sie sind sowohl physisch als auch psychisch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Das Ereignis selbst oder auch seine Verarbeitung nimmt sie sehr stark in Anspruch. Es kommt darauf an, durch grundlegende, allgemein bekannte Handlungen, Riten oder Gebete wieder ein Stück Normalität für sie herzustellen. Nicht die große Anzahl und Individualität der Gebete und Handlungen ist wichtig, sondern die Sicherheit, die sie aufgrund ihrer Bekanntheit vermitteln.
Es ist wichtig, dass die Geschädigten erfahren, dass sie nicht alleingelassen werden; von Gott nicht und auch nicht von den Menschen. Auch vermutlich Schuldige benötigen Hilfe und unseren Zuspruch.

Neben der Seelsorge darf auch eine grundlegende körperliche Fürsorge nicht vergessen werden.
Dazu gehören z.B.: Schutz vor schlechter Witterung, ein Platz zum Hinsetzen, Essen und Trinken, eine Decke zum Einwickeln.

Die Forschung der letzten Jahre hat uns gezeigt, dass Menschen auch über die Bewusstlosigkeit hinaus aufnehmen können, was um sie herum und mit ihnen geschieht. Deshalb ist es wichtig, mit Bewusstlosen und für Tote zu beten und sie zu segnen.
Diese Ergebnisse decken sich mit der Tradition der Totenwache und mit vielen Möglichkeiten, die uns die Kirche für diese Momente an die Hand gibt.

Grundlegende Gebete sind: das Vaterunser, das Ave Maria, das Glaubensbekenntnis, Psalm 23, die Segensgebete.

Grundlegende Handlungen sind: das Bekreuzigen, das Segnen unter Handauflegung, das Segnen durch das Zeichen des Kreuzes, das in die Hand Nehmen eines Kreuzes, eines Rosenkranzes oder einer Bibel, das Festhalten der Geschädigten an Hand oder Schulter.

Grundlegende Riten sind: das Abendmahl, die Kommunion, die Krankensegnung, die Krankensalbung, die Aussegnung.

In Notfällen haben wir es oft mit Angehörigen anderer Religionen (z.B. Moslems) zu tun. Auch diesen Menschen können wir menschlich-seelsorgerlich helfen. Es ist hilfreich, wenn wir uns schon vorher über die Grundlagen ihres Glaubens informiert haben.

zurück  zum Anfang

Die 6 Regeln der seelischen Betreuung

Als Gesprächspartner zur Verfügung stehen
Vorsichtigen Körperkontakt suchen
Sagen, dass man da ist und was geschieht
Die Geschädigten von Zuschauern abschirmen
Aufmerksam sein für die religiösen Bedürfnisse der Geschädigten
Sterbenden die Möglichkeit eines menschenwürdigen Todes gewähren.

 

Die Betreuung einer geschädigten Person sollte möglichst durchgehend von derselben Person wahrgenommen werden. So können die Geschädigten sich auf die betreuende Person einstellen und Vertrauen entwickeln, das für die Heilung und den weiteren Verlauf des Einsatzes ein wichtiger Beitrag sein kann. Dies gilt natürlich auch dann, wenn es darum geht, einen Menschen in seinen letzten Stunden zu begleiten.

(Die 6 Regeln der seelischen Betreuung wurden im Auftrag des MHD erarbeitet.)

zurück  zum Anfang

Gespräche mit Geschädigten

Die Geschädigten sollen gestützt und zu eigenem Handeln ermutigt werden. Es ist wichtig, ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen deutlich zu machen, dass ihnen geholfen wird, denn das größte psychische Problem ist für die meisten Geschädigten das Gefühl, einsam und von allen verlassen zu sein.

Für diese Gespräche bietet das BELLA - Gesprächskonzept eine brauchbare Struktur:

B eziehung aufbauen.
sich vorstellen, einen ruhigen und geschützten Ort für das Gespräch suchen, den Gesprächspartner ernst nehmen.

E rfassen der Situation.
zuhören: was bedeutet die Krise für den Anderen?

L inderung von Symptomen.
entlasten, ordnen lassen, Gefühle ausdrücken lassen, evtl. ärztl. Hilfe.

L eute einbeziehen die unterstützen.
Menschen aus der Umgebung der Gesprächspartner, Benennen von Selbsthilfegruppen.

A nsatz zur Problembewältigung finden.
das Problem definieren, Widersprüchlichkeiten sehen, gefühlsmäßige und reale Bedeutung erfassen, mögliche nächste Schritte ansprechen,evtl. einleiten.

(Sonneck, G.: Suizidverhütung und Krisenintervention)

Gespräche sind auch bei der Ersten Hilfe wichtig

zurück  zum Anfang

Die Betreuung von Kindern

Generell sollten Kinder zusammen mit ihren Eltern betreut werden. Für die Kinder sind dadurch vertraute Personen anwesend, die Eltern - oft befangen oder unter Schock- fühlen sich in ihrer Sorge um die Kinder entlastet. Personen, die selber Kinder haben, sind meistens gut in der Lage, auch fremde Kinder zu betreuen.

Die Altersangaben sind nur Anhaltspunkte.

Kinder unter 2 Jahre
Besonders wichtig ist Körperkontakt durch auf den Arm nehmen, im Arm wiegen, über den Kopf streicheln, die Hände halten. Sehr hilfreich ist es, wenn das Kind einen vertrauten Gegenstand in der Hand halten kann.

Zwischen 2 und 5 Jahren
Das Kind animieren zu sprechen, das Interesse von der aktuellen Situation auf andere Dinge lenken. Sehr hilfreich sind dabei Handpuppen oder Stofftiere, die oft auch in Einsatzfahrzeugen mitgeführt werden. Evtl. eine Geschichte erzählen.

Zwischen 5 und 12 Jahren
Das Gespräch gewinnt an Bedeutung. Wenn dieses erschöpft ist, empfiehlt es sich, das Kind zu beschäftigen. Man könnte es z.B. malen oder etwas aufschreiben lassen. Wichtig ist das gemeinsame Tun.

Ab 12 Jahre
Das Kind/der Jugendliche lässt sich nicht mehr einfach ablenken. Sie erkennen meist, wenn eine Situation verharmlost wird. Die Reaktion wäre dann ist Misstrauen, Rückzug oder Aggression.

Der Betreuer wird Ansprechpartner für ausgesprochene oder unausgesprochene Fragen, Ängste. Der Einsatz sollte erklärt werden. Es ist nicht immer sinnvoll, die volle Wahrheit zu sagen, es sollte andererseits keinesfalls gelogen werden. Besser ist es, wenn der Betreuer zugesteht, dass er etwas nicht wisse, aber Hoffnung habe. Das Vertrauen in die Fähigkeiten der Einsatzkräfte sollte betont werden.

zurück  zum Anfang

Die seelsorgerliche Unterstützung des Einsatzpersonals

Der Einsatz in Rettungsorganisationen kann extrem belastend sein. Im Gegensatz zu der guten fachlichen Ausbildung haben nur die wenigsten Einsatzkräfte Erfahrungen im Umgang mit Stress, seelischen Belastungen und persönlichen Problemen.

Die seelsorgerliche Unterstützung ist mit folgenden Problemen belastet:

1) Nur die wenigsten Seelsorger/innen haben Erfahrungen in diesem Bereich.

2) Einsatzkräfte sind selten kirchlich integriert.

3) Einsatzkräfte leben oft mit einer starken Opfer-Helfer Trennung, bei der sie sich selber immer als Helfer sehen.

Ohne spezielle Ausbildung oder Erfahrung mit Rettungsorganisationen, sollten Sie mit dem Angebot seelsorgerlicher Hilfe sehr vorsichtig sein. Am besten unterstützen Sie die Einsatzkräfte durch ihre unaufdringliche Präsenz (Pfarrer/innen werden generell nicht als Gaffer empfunden) und durch die Offenheit für "normale” Gespräche, in denen dann gelegentlich auch die Probleme der Einsatzkräfte zur Sprache kommen.

Kleine Aufmerksamkeiten wie Kaugummis oder nichtalkoholische Getränke werden in der Regel gerne angenommen und können Gesprächsöffner sein.

Langfristig sollten Sie überlegen, wie Sie eine feste Beziehung zu den Einsatzkräften in Ihrem Bereich aufbauen können. (z.B. indem Sie Mitglied einer Rettungsorganisation werden und regelmäßig an den Veranstaltungen teilnehmen.) Erfahrungsgemäß wird dadurch Ihre Glaubwürdigkeit als Gesprächspartner/in deutlich erhöht.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Einsatz besonders belastend für die Einsatzkräfte war oder wenn sie bei einzelnen Einsatzkräften tiefgehende Probleme vermuten, dann sollten Sie die Unterstützung oder zumindest den Rat von Fachleuten anfordern:

Bitte wenden Sie sich dann an einen Regionalbeauftragten für Seelsorge in Feuerwehr und Rettungsdienst, an den Fachberater einer Rettungsorganisation, an einen der landesweit Beauftragten oder an das SbE-Team Süddeutschland

(SBE = Stressbewältigung für Einsatzkräfte) Tel.: 01 71 / 81 58 110.

zurück  zum Anfang

Das Überbringen einer Todesnachricht

Todesnachrichten werden grundsätzlich von der Polizei überbracht. Es ist aber gut, wenn ein/e Seelsorger/in (möglichst der/die Gemeindepfarrer/in) mit dabei ist, um die Hinterbliebenen zu betreuen, denn die Polizeibeamten müssen meistens sehr schnell wieder einsatzbereit sein.

Es ist nicht sinnvoll, wenn eine Person mehrere Todesnachrichten direkt nacheinander überbringt. Hier sollten die Gemeindeseelsorger/innen oder Notfallseelsorger/innen eingeschaltet werden.

Vorbereitung:

Was ist geschehen?

Wer ist gestorben? Andere Verstorbene?
Wo ist der/die Verstorbene jetzt?
Wo sind seine/ihre Habseligkeiten?
Welche Polizeidienststelle ist zuständig?
Besonderheiten des Todesfalls (Schuldfrage, Probleme..) ?

Wer soll benachrichtigt werden?

Besonderheiten (Verwandtschaftsverhältnis, Krankheiten, Jahreszeit, ...)
Genaue Adresse (Anfahrt, Treffpunkt mit der Polizei, ...)
Mögliche andere Hilfskräfte (Notarzt, Angehörige, örtlicher Pfarrer, ...)
Was geschieht jetzt mit dem Verstorbenen?

Persönliche Vorbereitung

(Gebet, Kleidung, ...)

Gespräch mit den Angehörigen:

Sich selber vorstellen
die Gesprächspartner sicher identifizieren
hinsetzen
Überbringen der Todesnachricht
auf alles vorbereitet sein
je nach Situation betreuen
BELLA-Konzept
praktische Hilfen je nach Situation anbieten
(Transport zum Verstorbenen, Telefonanrufe, Sozialstation, ...)

Nachbereitung:

Gespräch mit den anderen beteiligten Einsatzkräften (Wie geht es uns? Haben wir noch etwas vergessen? Sollte noch jemand benachrichtigt werden?)
Für eigene Verarbeitung sorgen (Gebet, Seelsorge, Gespräch mit vertrauter Person, ...)

zurück  zum Anfang

Gespräche mit Menschen, die damit drohen, sich selber zu töten.

Für eigene Sicherheit sorgen

vorsichtige Anfahrt
ständiger Kontakt mit Feuerwehr und Polizei
sich selbst aufräumen (Gefühle einordnen, eigene Sammlung, Gebet).

Kontakt aufnehmen

möglichst direkt sprechen (technische Hilfsmittel stören)
Sich vorstellen (Als Vertreter der Kirche haben wir oft einen Vertrauensvorschuss.)
Unverbindlichen Kontakt anbieten (Zigarette, Kaugummi, Bonbon, ...)
Die richtige Nähe suchen (Ggf. Einverständnis erfragen, sich zu nähern)
Gemeinsame Gesprächsebene suchen (Hobbys, ...)
Evtl. andere Gesprächspartner anbieten
Gespräch
BELLA - Struktur anwenden.
Verantwortung beim Gesprächspartner lassen. (Er ist verantwortlich für sein Leben.)
Wenn möglich: Keine Tricks!
Vorsicht: Alkohol und Drogen machen Menschen unberechenbar
Eigene Grenzen sehen - evtl. ablösen lassen
Kontakt mit anderen Einsatzkräften halten

Rettung

zunehmende Erschöpfung des Gesprächspartners einkalkulieren
technische Rettung vorbereiten lassen
Beim Bewahren der Würde helfen (Evtl. Jacke leihen, ...)

Weiter begleiten.

Oft ist ein richtiges Gespräch erst auf der Polizeiwache bzw. im Krankenhaus möglich.
Evtl. andere helfende Institutionen einbinden.
Evtl. Angehörige betreuen oder durch andere Seelsorger betreuen lassen.
Grundsätzlich ist unsere eigene Einstellung zum Suizid zu klären: "Kann ich einen Menschen mit Suizidabsichten so annehmen, wie er ist und ihn dort abholen, wo er steht?"
Weiter ist es auch notwendig, sich mit der Möglichkeit eines Scheiterns auseinander zusetzen: "Was tue ich, wenn er trotzdem springt?" Wir brauchen eigene Unterstützungssysteme.
Diese beiden Fragen sollten schon im Vorfeld geklärt werden.
Ermutigend ist die Erfahrung, dass die meisten Menschen ihre angedrohte Suizidabsicht nicht ausführen, sondern sich helfen lassen wollen.
Zu diesem Thema sollten Sie auch die Thesen von Gottfried Peschke zur Prophylaxe von Selbsttötung lesen.

zurück  zum Anfang

Das Heilige Abendmahl / die Kommunion

Im Notfall (r.-k. Ritus) (Wegzehrung) wird dem Sterbenden die geweihte Hostie gereicht mit den Worten: "Der Leib Christi. - Christus bewahre dich und führe dich zum ewigen Leben."
Jeder sollte - in der Tradition seiner eigenen Kirche die notwendigen Gerätschaften und Texte bei sich haben, um Verletzten oder Sterbenden das Abendmahl reichen zu können.

zurück  zum Anfang

Beichte

Im Notfall (r.-k. Ritus) genügt es, wenn der Priester spricht:
"Ich spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Jeder sollte - in der Tradition seiner eigenen Kirche die notwendigen Texte auswendig können, um Menschen in Krisensituationen durch die Beichte und die Absolution helfen zu können.

zurück  zum Anfang

Krankensalbung

Im Notfall (r.-k. Ritus) genügt es, Stirn und Hände mit den folgenden Worten zu salben:
"Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich. In seiner Gnade richte Er dich auf. Amen" 

Die Krankensalbung - oft verkannt als "letzte Ölung" - wird auch von den evangelischen Kirchen neu entdeckt. Es stehen auch schon einige evangelische Formulare für die Krankensalbung zur Verfügung (s. Gesangbuch der Ev.-Luth. Kirche in Bayern) Jeder sollte - in der Tradition seiner eigenen Kirche die notwendigen Gerätschaften und Texte bei sich haben, um Verletzten oder Sterbenden durch die Krankensalbung helfen zu können. Aber auch Segnungen mit Auflegung der Hand oder mit dem Zeichen des Kreuzes auf die Stirn können Menschen sehr helfen.

zurück  zum Anfang

Aussegnung

Ein Tag der sagt´s dem andern
mein Leben sei ein Wandern,
zur großen Ewigkeit.
Oh Ewigkeit du Schöne,
mein Herz an dich gewöhne
mein Heim ist nicht in dieser Zeit.
Oh Herr, du hast (unsere Schwester / unseren Bruder) NN abgerufen aus unserer Welt. Lass uns gewiss sein, dass dort wo sie / er jetzt ist, kein Leid, kein Schmerz und keine Not mehr ist.
Lass uns gewiss sein, dass wir uns alle an deinem großen Tag wiedersehen. Sei du jetzt besonders bei den Trauernden. Sei du ihnen nahe durch deine Gegenwart und durch die Menschen die du ihnen an die Seite stellst.
Amen

Valetsegen
(unter Auflegung der Hand oder mit dreimaligem Zeichen des Kreuzes.)
Es segne dich Gott, der Vater der dich nach seinem Bilde geschaffen hat.
Es segne dich Gott, der Sohn der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat.
Es segne dich Gott, der Heilige Geist der dich zum Leben gerufen und geheiligt hat.
Gott der Vater und der Sohn und der Heilige Geist geleite dich durch das Dunkel des Todes. Er sei dir gnädig im Gericht und gebe dir Frieden und ewiges Leben.
Amen

Vater unser im Himmel...

Es segne und behüte uns Gott der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Amen

zurück  zum Anfang

Taufe in Notfällen

Im Notfall kann jeder Getaufte ein ungetauftes Kind, das sich in Lebensgefahr befindet, oder einen Erwachsenen, der darum bittet, taufen. Der Kopf des Täuflings wird dreimal mit Wasser begossen mit den Worten:
"Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
Die Taufe sollte sobald als möglich dem zuständigen Gemeindepfarrer mitgeteilt werden, damit sie im Kirchenbuch eingetragen werden und eine Taufurkunde ausgestellt werden kann.

zurück  zum Anfang

Verschiedene Gebete

Das Vaterunser

Das Ave Maria / Der Rosenkranz

Das apostolische Glaubensbekenntnis: evangelisch - katholisch

Psalm 23

Der gute Hirte

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
 

 

Psalm 121

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe der Hüter Israels
schläft und schlummert nicht.
Der Herr behütet dich;
Der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
Amen
zurück  zum Anfang

Segensgebete

Es segne und behüte dich der allmächtige und barmherzige Gott: + Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht über dich und schenke dir + Frieden.

Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.

zurück  zum Anfang

Gebet im Einsatz

Lieber Gott,
sei du jetzt bei mir,
schütze mich vor Unfällen,
schenke mir sichere Hände
und einen klaren Kopf.
Amen

zurück  zum Anfang

 

Gebet für alle, die nicht im Einsatz sind

Herr, unser Gott,
du liebst alle Menschen.
du willst nicht,
dass uns Schlimmes passiert.
Sei jetzt bei denen, die in Gefahr sind
und stärke alle, die ihnen helfen wollen.
Amen

Diese beiden Gebete eignen sich gut zum Weitergeben an Einsatzkräfte. Sie können leicht auf kleine Kärtchen gedruckt und dann verschenkt werden.

Besonders wichtig ist das Gebet der Gemeinde, wenn wir erfahren, dass etwas Schlimmes passiert ist. Es kann sinnvoll sein, Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste für ein Gebet zu unterbrechen, wenn wir durch Sirene oder Martinshorn erfahren, dass ein Einsatz im Gang ist.

zurück  zum Anfang

 

Gebet mit Einsatzkräften

Herr Gott, barmherziger Vater.
Wir stehen vor dem Unfassbaren
und wissen nicht, warum das passieren musste.
Die Bilder des Einsatzes werden sich in unser Gedächtnis eingraben.
Es fällt uns schwer, Ruhe zu finden,
am liebsten würden wir sie vergessen, doch das können wir nicht.
Herr Gott, barmherziger Vater,
schenke unseren Herzen deinen Frieden,
hilf uns, diesen Einsatz zu verarbeiten,
und stärke uns, dass wir unseren Dienst weiter versehen können zum Wohl unserer Mitmenschen.
Amen

Vater unser ...
 

Psalm 25:

Herr, zeige mir deine Wege
und lehre mich deine Steige!
Leite du mich in deiner Wahrheit
und lehre mich.
Denn du bist der Gott, der mir hilft;
täglich harre ich auf dich.
Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte,
die von Ewigkeit her gewesen sind.
Amen

zurück  zum Anfang

 

Mit Einsamen

Nach dir, Herr verlanget mich.
Mein Gott ich hoffe auf dich;
lass mich nicht zuschanden werden.
Wende dich zu mir und sei mir gnädig.
Denn ich bin einsam und elend.
Die Angst meines Herzens ist groß;
führe mich aus meinen Nöten!
Sieh an meinen Jammer und mein Elend
und vergib mir alle meine Sünden!
Bewahre meine Seele und errette mich;
lass mich nicht zuschanden werden,
denn ich traue auf dich!

(Psalm 25, 1.2a.16-18.20)

Herr du bist mein guter Hirte. Du kennst mich und ich möchte dir folgen, aber es ist in dieser Welt so unendlich schwer.
Ich möchte mich dir anvertrauen.
Es begegnen mir viele Menschen, und dennoch fühle ich mich einsam. Wir gehen aneinander vorbei und haben uns nichts zu sagen.
Bitte befreie mich aus dieser Einsamkeit. Lass mich jemanden finden dem ich vertrauen kann. Zeige mir Menschen die meine Hilfe und auch mich brauchen.
Und lass in mir die Gewissheit wachsen, dass auch ich gebraucht und geliebt werde.
Amen
zurück  zum Anfang

 

Nach einem Suizid

Herr Jesus Christus, fassungslos und voller Trauer kommen wir zu dir.
Ein Mensch hat sein Leben weggeworfen und wir sind zu spät gekommen.
Wir wissen nicht warum es geschah, weshalb gerade jetzt niemand da war der diesen Tod verhindern konnte.
Nun können wir nichts mehr für den Verstorbenen tun.
Angesichts dieses Todes bitten wir dich, Herr, um Trost für die Hinterbliebenen.
Du Herr kennst uns, und unsere Herzen. Hilf uns, an die eine Hoffnung zu glauben die über den Tod hinausgeht. Wir befehlen den Verstorbenen deiner Güte und Liebe an.
Uns aber Herr, mache aufmerksam für die Nöte unserer Mitmenschen, damit wir ihre Hilferufe wahrnehmen und ihnen zum Leben mit dir und deinem Wort helfen. Amen

zurück  zum Anfang

Nach einem Mord

Herr Jesus Christus, wir sind erschüttert über diese Tat.
Und wir fragen uns: Warum muss solche Gewalt sein?
Wir können zwar manchmal die Ursachen dafür erkennen, aber wir verstehen trotzdem nicht wie ein Mensch seinem Nächsten so etwas antun kann.
Herr wir bitten dich, dass wir uns nicht in Entsetzen und Abscheu über dieses Verbrechen verlieren.
Schenke uns den klaren Blick für das was jetzt nötig ist:
Lass uns den Angehörigen das richtige Wort sagen und die richtige Hilfe anbieten.
Zugleich bitten wir dich aber auch um deinen Heiligen Geist um der Gewalt mit all der Kraft die wir haben entgegenzutreten, und den Frieden zu leben, den du uns vorgelebt hast .
Lass uns den Hass überwinden der Menschen zu solchen Taten fähig macht und gib uns die Kraft deiner Liebe. Amen

zurück  zum Anfang

 

Mit eingeklemmten Verletzten

Herr Gott, ich liege hier und habe Angst.
Der Unfall ist so plötzlich geschehen, ich weiß nicht was um mich herum geschieht und was mit mir sein wird.
Ich habe keinen Einfluss mehr auf mein eigenes Leben.
Hab Dank für die Menschen, die sich jetzt um mich und um die anderen Betroffenen kümmern. Schenke ihnen klare Gedanken und sichere Hände.
Ich hoffe auf dich, Herr, du kannst alles zum Guten wenden. Behüte mich und alle, die mir nahe stehen. Hilf mir in dieser Stunde der Not.
Amen

Lieber Vater im Himmel,
ich fühle dass ich in großer Gefahr bin.
Ich liege hier drinnen und kann mich nicht bewegen. Ich weiß nicht wie es weitergeht.
Führe den Menschen die mich retten, die Hände, damit sie mich hier wohlbehalten herausholen.
Sei du jetzt in der Not bei mir.
Halte mich in deiner Hand und sei mir gnädig.
Schenke mir deine Liebe und Hoffnung.
Amen
zurück  zum Anfang

Mit Leicht- oder Unverletzten

Herr Gott, Dieser Unfall kam so plötzlich.
Ich verstehe nicht, warum es geschehen musste. Ich zittere am ganzen Körper.
Du hast mich vor Schlimmerem bewahrt. Ich danke dir dafür von ganzem Herzen.
Herr Gott, sei auch bei den anderen Beteiligten dieses Notfalls. Wenn sie verletzt sind, stehe ihnen bei und schenke ihnen eine schnelle Genesung.
Lass bei ihnen keine schlimmen Folgen zurückbleiben und ihr Leben bald wieder in Ordnung kommen.
Behüte die Verstorbenen und nimm sie auf in Dein ewiges Reich.
Amen
 

Lieber Vater im Himmel. Ich war heute in großer Gefahr.
Und ich hatte Angst. Du bist bei mir gewesen und hast mich beschützt. Deine Hand war über mir und hat mich behütet und bewahrt.
Ich danke dir, dass du mir zum Halt geworden bist, zum Boden der mich sicher trägt.
Stärke mich in der Gewissheit deiner Nähe.
Amen
zurück  zum Anfang

 

Mit Kindern

Lieber Gott, es tut mir weh und ich habe Angst.
Bitte mach, dass es nichts Schlimmes ist und ich bald wieder gesund werde.
Amen

Lieber Gott,
ich habe ....... so lieb.
Wenn er/sie jetzt ins Krankenhaus muss,
lass ........schnell wieder gesund werden,
damit wir wieder spielen und lachen können.

Lieber Gott,
.... weint und ich bin auch ganz traurig,
weil ........ (hier können Inhalte aus einem vorhergehenden Gespräch eingebaut werden).
Bleibe bei uns, nimmt uns unsere Angst und gib uns Mut.

Lieber Gott, ich danke Dir
dass du bei mir bist,
dass du alle Menschen liebst
und mich nicht vergisst.

Bewahre uns Gott, behüte uns Gott,
sei mir uns auf unsern Wegen.

zurück  zum Anfang

Mit Eltern

Herr Gott im Himmel,
wir haben gerade erfahren, dass unser Kind einen Unfall gehabt hat, und jetzt im Krankenhaus ist.
Wir fühlen uns hilflos und voller Angst.
Herr, wir bitten dich, behüte unser Kind, damit es keine bleibenden Schäden davonträgt.
Sei bei den Ärzten und dem Pflegepersonal im Krankenhaus, schenke ihnen einen klaren Kopf und sichere Hände.
Amen

Herr Jesus Christus,
bei dem Unfall ist unser Kind verletzt worden. Wir sind voller Sorge und Angst.
Herr, was wird sein?
Wir können noch keinen klaren Gedanken fassen.
Bitte, Herr, lass es bei unserem Kind nichts Ernstes sein.
Lass es bald wieder gesund werden.
Sei du mit unserem Kind und behüte es.
Herr du bist unsere Hoffnung in unserer Verzweiflung. Erhöre uns in unserer Not!
Amen
zurück  zum Anfang

Mit Angehörigen

Herr Jesus Christus, wir stehen sprachlos vor dir angesichts des Unheils.
Wir können es nicht fassen und fragen immer wieder: warum?
Wir wissen nicht wie es weitergeht.
Deshalb kommen wir zu dir mit unseren Befürchtungen und Sorgen.
Herr Jesus Christus du bist unsere Hoffnung.
Wir bitten dich für
....
Sei du bei ihr/ihm, und halte deine Hand über sie/ihn.
Sei auch bei den Menschen die sich um sie/ihn bemühen und hilf, dass ihr Tun erfolgreich ist.
Amen

zurück  zum Anfang

Mit Sterbenden

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
(Römer 8, 35a. 38-39)

Herr Jesus Christus, wir kommen voll Vertrauen in dieser Stunde zu dir. Du hast dem Tod die Schrecken genommen; du hast uns eine neue Hoffnung gegeben.
Gib uns die Gewissheit, dass uns nichts von deiner Liebe und deiner Gnade trennen kann.
Sende uns deinen Trost, damit wir dem Tod nicht schutzlos ausgeliefert sind, sondern im Leben wie im Sterben in deiner Hand bleiben.
Lass uns die Kraft deiner Auferstehung spüren und auch im Sterben deine Gegenwart fühlen.
Herr, wir befehlen uns in deine Hände.
Amen

Segen ( mit Handauflegung )

Der Gott aller Gnade, der dich berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus
stärke, kräftige und gründe dich.
Er vergebe dir deine Schuld
und führe dich zum ewigen Leben.
Der Friede des Herrn sei mit dir.
Amen

zurück  zum Anfang

Erste Hilfe

1) Für Sicherheit sorgen, Notruf absetzen

Notrufnummern: 110, 112, 19 222
was ist geschehen?
wo ist es geschehen?
wie viele Verletzte?
was für Verletzungen?
warten auf Nachfragen.

2) Bewusstsein prüfen

Patienten ansprechen, anfassen.
ohne Bewusstsein: stabile Seitenlage

3) Atmung prüfen

an Mund und Nase hören,
am Bauch fühlen
ohne Atmung: Mund zu Nase beatmen

4) Kreislauf prüfen

Puls am Handgelenk oder seitlich am Hals fühlen
ohne Puls: Herz-Druck-Massage

5) Blutungen

strömende oder spritzende Blutungen zudrücken und hochhalten

6) Schock (Blässe, Zittern, frieren)

hinlegen, zudecken, Beine hochlagern
Verletzte, andere Betroffene und Angehörige betreuen, nicht alleine lassen. Posten aufstellen, um Rettungskräften den Weg freizuhalten und zu zeigen.

Besuchen Sie einen Erste-Hilfe-Kurs!

zurück  zum Anfang

Hilfreiche Adressen
(die Sie sich weitgehend selber für Ihre Region heraussuchen müssen)

Notrufnummern 110, 112, 19 222
Polizeiinspektion
Vergiftungszentrale
Notfallseelsorge-System oder Kriseninterventionsteam
(hier finden Sie die derzeit bekannten Systeme)
Hospiz-Team
Beerdigungsinstitut
Sozialstation
Frauenhaus
Krankenhausseelsorge
Telefonseelsorge
SbE-Team Süddeutschland: 01 71 / 81 58 110
Der Beauftragte für Notfallseelsorge in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern:
Pfarrer Hanjo v.Wietersheim,

dienstlich: Bürgerspital  Julius-Echter-Platz 7, 97346 Iphofen, Tel.: 09323-5638, Fax: 09323-8765389, E-Mail: mail@notfallseelsorge.de

Links zu anderen hilfreichen oder interessanten Internet-Adressen

zurück  zum Anfang

 

SbE-Team Süddeutschland

SBE (Stressbewältigung für Einsatzkräfte) ist eine erprobte Methode, um Einsatzkräften (auch beteiligten Seelsorgern) nach besonders belastenden Einsätzen in einem Gruppengespräch zu helfen, die psychischen Belastungen schneller wieder abzubauen.

Das SbE-Team Süddeutschland besteht aus erfahrenen Einsatzkräften und Seelsorgern, die alle die gleiche Zusatzausbildung erhalten haben und an regelmäßigen Fortbildungen teilnehmen. Es unterstützt die Einsatzkräfte in drei Bereichen:

- Stressbearbeitende Einsatznachbereitungen (SBE-Gespräche)
- Unterstützung während langandauernder Einsätze
- Vermittlung von Referenten für Stressmanagement

Der Einsatz des SbE-Team ist für die alarmierende Organisation kostenlos.
Das SbE-Team ist ständig alarmierbar:

01 71 / 81 58 110

Koordinatoren für allgemeine Anfragen:
A.Müller-Cyran und H.v.Wietersheim (s. hilfreiche Adressen)

zurück  zum Anfang

 

Notfallseelsorge in Bayern

Seit 1990 existieren in Bayern Notfallseelsorge-Systeme. Sie entstanden aus der Erfahrung, dass bei etlichen Rettungseinsätzen Seelsorger benötigt werden, aber nur selten alarmiert wurden. Probleme machten die schlechte Erreichbarkeit und die Erfahrung, dass einige Seelsorger/innen nicht zu Einsätzen kommen wollten.

Die Notfallseelsorge-Systeme stellen sicher, dass Seelsorger/innen sofort (meistens über "Piepser”) erreicht werden können und dann selber kommen oder die örtlichen Pfarrer/innen alarmieren.

In den meisten Systemen gibt es zwei Alarmierungswege:

- Seelsorger vom Dienst für innerhäusliche Einsätze
(wird wochenweise wechselnd von den Gemeindeseelsorger/innen gestellt)
- Beauftragte für Notfallseelsorge für außerhäusliche Einsätze
(Seelsorger/innen mit zusätzlichen Ausbildungen, die ständig persönlich erreichbar sind.)

Derzeit (12/95) sind in über 20 Landkreisen Notfallseelsorge-Systeme in Betrieb. In 2 Bereichen (München und Kempten) übernehmen nichtkirchliche Systeme die Notfallbetreuung.
 

An der Gestaltung der Handreichung haben mitgewirkt:

Diakon Herbert H. Dachs
Diakon Frank Larsen
Pfarrer Hanjo v.Wietersheim
 

zurück  zum Anfang

Zuletzt überarbeitet von Hanjo v.Wietersheim am 03.12.2002.

Mit freundlicher 
Unterstützung  von: